Wünschewagen Allgäu/Schwaben

Bereits erfüllte Wünsche

Jede Fahrt mit dem Wünschewagen Allgäu/Schwaben ist etwas ganz Besonders. Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick, welche letzte Wünsche wir bereits erfüllt haben.

Unsere bereits erfüllten Herzenswünsche

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„Irgendwas mit Hunden“

 … so lautete der letzte Wunsch einer Dame, die bereits mit 51 Jahren im Pflegeheim „Espachstift“ in Kaufbeuren versorgt werden muss.

 Bei genauer Betrachtung ihrer Vita ist dieser Wunsch absolut nachvollziehbar, da sie ihr Leben lang Hunde besessen hatte und auch in der Rettungshundebrigade in Österreich tätig gewesen ist. In den letzten Jahren musste sie sich aufgrund ihrer Erkrankung allerdings mehreren Schädeloperationen unterziehen, eine Radiochemotherapie durchstehen und leidet nun an den Folgen eines ausgeprägten Krampfanfalles. Mit ihrem Wunsch war sie beim Wünschewagen des ASB genau richtig. Erfüllt der Arbeiter-Samariter-Bund mit dem Projekt „Wünschewagen – letzte Wünsche wagen“ nicht nur letzte Wünsche, sondern verfügt auch über eine aktive Rettungshundestaffel. Ein Anruf bei deren Leiterin und es war allen klar, dass Frau S. dieser Wunsch gemeinsam - und unter 3 G Bedingungen - erfüllt werden sollte. 

 Bei schönstem Wetter wurde Frau S. von den ehrenamtlich tätigen Wunscherfüllern im Heim abgeholt, und da erlebte sie schon die erste Überraschung: es wartete nämlich bereits ein Hund am Wünschewagen: Mogli, ein Bordercollie, der treue und fantastisch erzogene Hund einer Wunscherfüllerin, die diese Fahrt auch begleitete. Ein Hund im Wünschewagen? Na klar! Ein Aufleuchten in den Augen von Frau S. und ein Strahlen über das ganze Gesicht überzeugte uns alle.

 Während sich Frau S. und Mogli im Wünschewagen beschnüffeln und Freundschaft schließen konnten, fuhr dieser an den Waldrand von Waltenhofen, wo die Rettungshundestaffel auch nach ein paar Minuten eintraf. Was muss dieser Anblick bei Frau S. ausgelöst haben?  5 unterschiedliche Hunde mit ihren Begleitern umringten sie, wurden gestreichelt und Fachgespräche mit ihren Begleitern geführt. Und dann ging das Übungsprogramm los: mit Hilfe der Ehrenamtlichen durfte auch Frau S.  im Gebüsch „Verunglückte“ spielen und wurde von der Staffel sofort erschnüffelt. So vergingen die kommenden 1 ½ Stunden mit den verschiedenen Übungen wie im Flug. Frau S. hätte trotz ihrer Erkrankung wahrscheinlich noch länger durchgehalten, aber auch ihr merkte man die ungewohnte Kraftanstrengung an. So verabschiedete sie sich von den Hunden mit einer Streicheleinheit für jeden, dankte deren ehrenamtlichen Begleitern ganz herzlich und nahm wieder Platz im Wünschewagen.

 Ihre Schwester, die sie den ganzen Tag begleitete, hatte noch eine andere Überraschung geplant: ein Zusammentreffen mit den beiden anderen Schwestern, ihren beiden Nichten und dem Schwager im „Caffe Torino“ in Marktoberdorf. Hier war extra ein abgetrennter Bereich für die ganze Gruppe reserviert, die auf Kosten des Hauses italienische Spezialitäten genießen durften. Was für eine fröhliche Runde! Es wurde viel gelacht, Erinnerungen ausgetauscht und es durfte auch geweint werden.

 Geweint aus Dankbarkeit einen so schönen, glücklichen Tag noch einmal zusammen erleben zu dürfen. Und dieser Tag war nur möglich durch den ehrenamtlichen und liebevollen Einsatz

des Teams vom Wünschewagen und der Rettungshundestaffel des ASB und des Teams vom „Caffe Torino“. 

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Noch einmal ein Krabbenbrötchen im Hamburger Hafen essen……

Diesen Wunsch kann wohl jeder nachvollziehen, wenn man bedenkt, dass er von jemandem ausgesprochen wurde, der 15 Jahre lang als Koch auf einem Frachtschiff einer südamerikanischen Schifffahrtsgesellschaft tätig gewesen ist. Auf seinen Fahrten über die Weltmeere stach er dabei häufig von Hamburg aus in See. Die Rede ist von dem 81jährigen Herrn X., der mittlerweile in einem Pflegeheim in Marktoberdorf zuhause ist und die Atmosphäre „seines“ Hafens so sehr vermisst und natürlich seine geliebten Krabbenbrötchen!

So machten sich Marianne, Harald und Eddi mit dem Allgäuer Wünschewagen auf den langen Weg, um Herrn X seinen Wunsch zu erfüllen. Und wie es so oft auf Wunschfahrten vorkommt, treten immer wieder Schwierigkeiten auf, die es zu meistern gilt. Was macht man zum Beispiel, wenn sich die von innen verschlossene Behindertentoilette auf der Rastanlage von außen mit dem Schlüssel nicht öffnen lässt, der Fahrgast aber Hilfe benötigt? Die drei Wunscherfüller waren nach mehreren frustrierenden Versuchen kurz davor, die Feuerwehr zu holen, als dann die Verriegelung durch Betätigung des Notknopfes am Handlauf der Toilette wie durch auf ein Wunder plötzlich doch aufsprang. Nach diesem Schreckmoment ging die Fahrt problemlos nach Hamburg weiter. Dort angekommen wurde nicht nur der Fahrgast, sondern auch Marianne, Harald und Eddi vom ASB Pflegeheim „Lupine“ sehr herzlich aufgenommen und bestens versorgt.

Der nächste Tag startete mit der geplanten Hafenrundfahrt und schon wartete die nächste Herausforderung. Das Schiff war nicht - wie von der Reederei versprochen -  behindertengerecht. Aber der Kapitän half sofort mit unseren Fahrgast samt Rollstuhl über die Treppen an den gewünschten Platz auf „Klein Erna“ zu tragen. Die 2stündige Hafenrundfahrt verging wie im Flug und die Ausführungen des Moderators waren sehr interessant und auch belustigend heiter.

Wieder von Bord war nun endlich Zeit für das geliebte Krabbenbrötchen! Mmmmmh, so gut die bayrischen Weißwürste in der Heimat sind, dieser salzige Geschmack ist für einen Seemann einfach durch nichts zu ersetzen. Da kann man sogar anschließend noch ein Heringsbrötchen verdrücken. Mit gut gefülltem Magen spazierten alle noch am Ufer der Landungsbrücken entlang, um das Panorama zu genießen. Anschließend ging es in den Nobelvorort Blankenese, von wo Herr X. einen herrlichen Blick auf die großen Containerschiffe hatte, die den Hafen flussaufwärts in Richtung Nordsee verließen. Was für ein Anblick!

Als alle am späten Nachmittag wieder im Heim ankamen war Herr X erschöpft und überwältigt von den vielen schönen Eindrücken, und erst dann fing es auch an, wie aus Eimern zu schütten. Dieser Regen begleitete das Team den ganzen nächsten Tag auf der Heimfahrt und nach zahlreichen Essens-, Toiletten- und Rauchpausen sowie Staus und Baustellen kamen alle abends wieder gut im Pflegeheim in Marktoberdorf an und übergaben den erschöpften, aber glücklichen Fahrgast. Ob er wohl in der Nacht von seinem Krabbenbrötchen geträumt hat? Wir wissen es leider nicht!

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Noch einmal gemeinsam Gottesdienst feiern…

Weiblich, 85 Jahre, mehrfach CA metastierend, beginnende Demenz.
Letzter Wunsch: Noch einmal gemeinsam Gottesdienst feiern.

Das sind die anonymisierten Daten eines erfüllten Lebens und einer Frau, die sich am 13. Juli auch geistig nochmals vom Hospiz St. Vincenz in Augsburg aufmachte, um in der Katholischen Kirche St. Elisabeth in Augsburg noch ein letztes Mal mit Gemeindemitgliedern einen Gottesdienst im kleinen aber vertrauten Kreis zu feiern. „Wir kennen uns seit Jahren. Wir sind uns so vertraut wie in einer Familie,“ wird sie später immer wieder erzählen.

Für unsere Augsburgerin Frau B. war es eine kurze, intensive Zeitreise durch die vertrauten Straßen der Innenstadt. Sie kennt die alten Häuser bereits seit ihrer Kindheit – wie sie vor dem Krieg standen, dann zerbombt und anschließend wiederaufgebaut wurden. Während Sandra und Eddi vorne im Wünschewagen durch das Labyrinth der vielen Einbahnstraßen der Altstadt zur Kirche fahren, erinnert sie sich: „Mit dem Fahrrad bin ich durch viele dieser Straßen gefahren. Unsere Kirche St. Elisabeth ist nicht weit von unserem Haus entfernt. Mein Mann ist nun 90 Jahre alt. Seit über 80 Jahren wohnt er in diesem Haus, wo auch unsere Kinder groß geworden sind.“

St. Elisabeth ist eine große, alte mit rotem Backstein aufgebaute Kirche. Mit zahlreichen Anbauten wurde sie zu einem Kirchengemeindezentrum erweitert – für klein und groß, Alt und Jung, für gesund und krank. Liegend wird Frau B. in den Gemeindesaal geschoben, vorbei an Kindern der Kindergartengruppe „Schmetterlinge“.

Während von draußen immer wieder vereinzelt ganz leise ein Kinderlachen zu hören ist, herrscht im Gemeindesaal eine würdevolle, feierliche Stimmung. Auf dem Altar brennen alle Öl-Lichter des Chanukka-Leuchters im gedämpften Licht. Ein Symbol für das ewige Licht, das einmal auch für uns ewig brennen wird.  Es ist ein kleiner Gottesdienst, mit vertrauten Gesichtern, - Tochter, Ehemann, Enkel, Freunde – mit vertrauten Liedern, Gebeten, Abendmahl und Krankensalbung. Im Vergleich zum sonstigen Gottesdienst, dauert der heutige nur etwa 40 Minuten. Für den Fahrgast ist es ein intensives, wertvolles Erlebnis. Sie ist ruhig, hört aufmerksam zu, erkennt viele an der Stimme. Durch die Erkrankung ist die Sehkraft getrübt.

Im Hospiz angekommen freut sie sich auf ihr Bett, wird nochmals druckentlastend gelagert, reflektiert mit ihrer Tochter, die erlebten zwei Stunden. Eddi hat die Stimmung, den Gottesdienst fotografiert. In einem Nebenraum werden die Bilder gerade ausgedruckt und zu einem kleinen Erinnerungsalbum zusammengesetzt. Ein letztes Highlight, bevor es auf die große Reise geht, die bald ansteht. Frau B. ist körperlich bereits sehr schwach, aber in der Seele ist sie gestärkt.

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Noch einmal Greifvögel aus der Nähe sehen…..

Was für ein ausgefallener Wunsch unseres Fahrgastes, den wir heute begleiten durften!

Aber so unterschiedlich wir Menschen sind, so sind auch unsere letzten Wünsche sehr individuell und die kleinen genauso wichtig wie die großen!

 

Mittags ging es los: unser Ziel war der Greifvogelpark Mentner in der Nähe von Burgau. Unser Fahrgast erwartete uns schon angespannt im Pflegeheim, konnte sich dann aber doch während der Fahrt zunehmend entspannen und beobachtete die Landschaft durch die großen Panoramafenster des Wünschewagens. Wie würde der Tag für ihn werden? Würden seine Kräfte für diesen Ausflug reichen? Seine Schwester wurde von uns über unsere Ankunftszeit im Park informiert und so nahm sie uns zusammen mit ihrem Mann am Parkplatz in Empfang! Das Wetter war ideal: nicht zu warm und auch nicht zu kalt – und vor allem trocken, was in diesem Sommer nicht unbedingt selbstverständlich ist. Nachdem unser Fahrgast, der durch seine Multiple Sklerose Erkrankung in seiner Mobilität schon sehr eingeschränkt war, die gemütliche Wünschewagen-Liege mit Hilfe der Wunscherfüller gegen seinen Pflegerollstuhl getauscht hatte, ging es bergab in das „Greifvogel-Paradies“. Für unseren Fahrgast war das wirklich ein Paradies, denn er hielt selbst jahrelang zuhause Greifvögel (ca. 5-6 Falken). Leider konnte er selbst darüber nicht mehr berichten, da dies seine MS Erkrankung nicht mehr zu ließ. Allerding erzählte der Schwager von so einigen lustigen Geschichten und nahm uns gedanklich mit auf ihre Reisen durch ganz Deutschland, um den ein oder anderen besonderen Falken zu ergattern. Wie wir so im Park die Falken, Eulen, Käuze und Adler bestaunten, konnte man das Funkeln in den Augen des Fahrgastes sehen.  Besonders als wir genau vor dem großen Falken, den er früher zuhause hatte, standen, konnten wir die Begeisterung unseres Fahrgastes spüren.

 

Auch wenn er sich nicht mehr adäquat äußern konnte, war deutlich zu merken, wie sehr er den Tag mit seiner Schwester und seinem Schwager genoss. Immer wieder lief eine stille, aber große Träne über seine Wange, wenn er einen Moment besonders genoss. Und dann hatte der Park noch eine Überraschung für unseren Fahrgast vorbereitet: es gab eine Greifvögelvorstellung nur für ihn alleine! Was das für ihn bedeutete ist nicht in Worte zu fassen! Als dann noch die große 4,5 kg schwere Eule auf der Armlehne des Rollstuhles Platz nahm, war das Glück für unseren Fahrgast perfekt. Damit hatte er nie und nimmer gerechnet!

 

Bevor wir dann doch die Heimreise antreten mussten, erzählte uns der Besitzer des Parks bei Kaffee und Kuchen noch einiges Interessantes über die Tiere und den Park. Auch für die Schwester und ihren Mann war es ein Geschenk, dass sie diesen Tag mit unserem Fahrgast noch gemeinsam haben erleben durften. Auch unser Fahrgast beantwortete die Frage, ob es ihm gefallen habe, mit einem breiten Grinsen und einem deutlichen „Ja“.

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Gedanken einer Wunscherfüllerin

Bei wunderschönem Sonnenschein und frisch, Gott sei Dank, negativ getestet, machte ich mich am Montagmorgen auf den Weg nach Kaufbeuren. Auf der B17, mit Blick in die verschneiten Berge, war schon klar, dass es wettermäßig ein toller Tag für eine Wunschfahrt ist. Und trotzdem war ich sehr aufgeregt, hatte auch in der vergangenen Nacht schlecht geschlafen…warum nur? Die Erklärung ist ganz einfach. Nach zweieinhalb Jahren als Wunscherfüllerin habe ich mich spontan dazu entschlossen, eine Fahrt zu begleiten, bei der unser Fahrgast ein Kind ist. Was wird auf mich zukommen? Wie werde ich damit umgehen, mit einem kranken Kind unterwegs zu sein, da ich selbst Mutter bin? Wird mich diese Wunschfahrt verändern? Aber nach kurzem Nachdenken war mir die Antwort auf die letzte Frage relativ schnell klar. Natürlich wird mich auch diese Fahrt verändern, weil das im Vorfeld schon alle anderen Wunschfahrten getan haben. Immer prägend, aber immer durchweg positiv.

 

In Kaufbeuren angekommen, wurde ich herzlich von Sonja und Silke begrüßt. Mit Silke bildete ich das Wünschewagen-Team für die heutige Fahrt. Und die Chemie stimmte sofort, vor allem, als wir uns gemeinsam in der Umkleidekabine in das Outfit des Tages geschmissen hatten. Sonja hatte alles hervorragend vorbereitet. Fest stand, verhungern und verdursten wird am heutigen Tag niemand. Von Butterbrezen über belegte Brötchen, bis hin zu süßen Stücken zum eingepackten Kaffee, war alles vorhanden um ein ausgiebiges Picknick gestalten zu können. Als alles eingepackt war, ging‘s los.

 

Ohne große Verzögerung erreichten wir die Adresse unseres kleinen Fahrgastes, wo wir von der Familie schon erwartet wurden. Nachdem alle getestet waren, alles Notwendige eingepackt und der Rolli verstaut war, fuhren wir auf der Autobahn unserem Wunschort entgegen. Die heutige Wunschfahrt sollte ins Legoland® Deutschland gehen.

 

Dort angekommen, schon die erste Überraschung. Wir durften mit unserem Fahrzeug direkt in den Freizeitpark einfahren und parkten mitten auf der Promenade. Kathrin und Huma, beides Mitarbeiterinnen des Legolandes® begrüßten uns herzlich. Plötzlich gesellte sich noch eine weitere Gestalt aus dem Park dazu. Nya, das Elementarmeisterin des Wassers, Schwester von Kai, begrüßte unsere Reisegruppe und vor allem unseren kleinen Fahrgast und seinen größeren Bruder, der zu diesem besonderen Tag auch seinen besten Freund einladen durfte.

 

Jetzt werden sich nicht Eingeweihte fragen, wer bitte schön ist denn Nya. Natürlich ein Ninja, und zwar der einzige weibliche, mit viel Selbstvertrauen und sehr charmant. Ihre geheime Superkraft ist die Entwicklung von Hightech-Fahrzeugen und -Geräten und damit war sie genau die richtige Begleitung für unsere abenteuerliche Mission.

 

Zusammen zogen wir los, um uns das Miniland anzuschauen. Schon verrückt in Zeiten wie diesen. Wir schlenderten durch die Nachbauten von Berlin, Frankfurt, Venedig, machten einen Abstecher in die Allianz-Arena und zum Schloss Neuschwanstein. Wir bewunderten die Windmühlen in Holland und die 5 größten Gebäude der Welt.

 

Nach diesen ersten Eindrücken wartete schon der LEGO-Express® darauf, mit uns eine Fahrt durch den gesamten Park zu machen. Es war schon ein wenig seltsam. Da, wo sich normalerweise viele Menschen tummeln, um ihren Aufenthalt im Park zu genießen, waren heute die ganzen guten Geister zu sehen, die das erst ermöglichen. Wir bekamen einen exklusiven Einblick in die viele Arbeit, die hinter den Kulissen und normalerweise für Besucher unsichtbar geleistet wird. Überall wurden wir freundlich begrüßt, jeder hatte ein nettes Wort für unsere kleine Gruppe, kurz gesagt…wir fühlten uns alle sehr willkommen. Nach den Eindrücken der Fahrt führten uns Kathrin und Huma durch den gesamten Park und erzählten uns von Bauzeiten, der Anzahl der Steine in den verschiedenen Attraktionen und von Neuerungen, die in dieser Saison bereit stehen, wie z.B. der nagelneuen Erste-Hilfe-Station.

 

Das nächste Highlight stand bevor, und zwar die Safari-Tour® durch Dschungel und Savanne. Vorbei an Elefanten, Löwen, Zebras und vielen anderen wilden Tieren, die natürlich alle aus Legosteinen nachbaut waren. Nach so einem Abenteuer war Pause angesagt und so zogen wir los…und zwar in die Ninjago World®. Dort auf einer Wiese angekommen, wurden kurzerhand die Picknickdecken ausgebreitet, auf denen es sich unser kleiner Fahrgast, dem jetzt anzumerken war, dass er allmählich müde wird, mal richtig ausstrecken konnte. Die beiden größeren Jungs waren nicht zu bremsen und sie entdeckten jedes Detail des Themenbereiches. Damit nicht genug, sie durften zusammen mit der Mama unseres kleinen Gastes mehrere Runde in Lloyd`s Spinjitzu Spinner® drehen. Zum Glück noch vor dem Essen, danach wäre es möglich gewesen, dass die vielen Überschläge für einen flauen Magen hätten sorgen können.

 

Nach einer ausgiebigen Stärkung kam Kathrin wieder dazu und entführte einen Teil der Gruppe in die Wasserwelt von Sealife®. Nur unser kleiner Fahrgast, seine Pflegefachkraft Gabi und ich machten es uns auf der Wiese so richtig gemütlich, kuschelten mit dem kleinen Mann und entlockten ihm auch immer wieder ein kleines Grinsen. Es freute mich ungemein, zu sehen und zu erleben, wie gut ihm dieser Ausflug tut und wie er trotz der vielen neuen Eindrücke so gut entspannen konnte. Ich weiß gar nicht, warum ich so einen Bammel vor einer Kinderfahrt hatte. Dieses kleine schelmische Lächeln, dieses Vertrauen was der Kleine in uns hatte und was auch sichtbar und spürbar war, zeigte mir wieder, wie großartig unser Herzensprojekt ist und dass es vollkommen egal ist, welches Alter unser Fahrgast hat. Es ist immer eine Bereicherung…für alle. Und auf dieser Wiese wurde mir klar, dass es mit Sicherheit nicht meine letzte Kinderfahrt gewesen sein wird.

 

Der Tag im Freizeitpark neigte sich so langsam dem Ende entgegen. Wieder am Wünschewagen angekommen, wurden unser Fahrgast und seine Familie mit Geschenken überrascht. Vom Stoffdrachen, über personalisierte Schlüsselanhänger bis hin zu Überraschungen rund um Ninjago war für die drei Jungs alles dabei. Nach einer sehr herzlichen Verabschiedung machten wir uns wieder auf den Heimweg. Ohne Zwischenfälle kamen wir am Heimatort der Familie an. Hier zeigte sich beim Abschied wieder einmal, wie wildfremde Menschen auf einer Wunschfahrt zu einer Einheit verschmelzen und den Tag gemeinsam verbringen, als würden sie sich schon ewig kennen. Auch hier war die Verabschiedung sehr warmherzig.

 

Silke und ich ließen auf der Rückfahrt nach Kaufbeuren den Tag noch einmal Revue passieren und kamen zu einer gemeinsamen Meinung…es war perfekt. Nachdem der Wünschewagen vollgetankt und gereinigt in seiner Garage stand, machten wir uns auf den Heimweg. Nicht ohne das Versprechen, mal wieder eine Wunschfahrt gemeinsam zu machen.

 

Ich fuhr entspannt in Richtung Sonnenuntergang, stolz, Teil dieses großartigen Projektes sein zu dürfen, etwas müde, aber überglücklich. Wieder durfte ein Herzenzwunsch in Erfüllung gehen.

Claudia

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Noch einmal Insel Mainau ....

Manche Wunschfahrten sind ganz stille Fahrten, verlaufen ruhig und ohne groß gezeigte Emotionen. Und doch hat man den Eindruck, dass sie sehr genossen werden. Genauso verlief die Wunschfahrt, die uns vom Hospiz Illertissen auf die Insel Mainau führen sollte.

 Pünktlich um 9.30 Uhr kamen die Wunscherfüller Marianne und Uta am Hospiz an, wo uns unser heutiger Fahrgast bereits schon erwartete. Es war Muttertag und das Wetter machte dem Tag alle Ehre: die Sonne schien seit den Morgenstunden und noch war es nicht zu heiß. Wollte Herr H. wirklich seinen dicken Wintermantel mitnehmen? Ein Sonnenschutz wäre bei der nicht vorhandenen Haarpracht und bei der Wettervorhersage angebrachter gewesen. Aber ein Hut oder ähnliches war im ganzen Hospiz leider nicht aufzutreiben. Begleitet wurde unser Fahrgast von einer Hospizbegleiterin, die versuchte ihm jeden Wunsch vom Gesicht abzulesen. Ganz einfach war das nicht, war Herr H. doch eher in sich gekehrt und etwas wortkarg. Was er uns allerdings als erstes mitteilte war, dass wir noch Zigaretten kaufen mussten. Sein Wunsch war uns Befehl und so steuerten wir als erstes eine Tankstelle an, um ihn für seinen Tag mit Zigaretten zu versorgen.

Die Fahrt bis zur Fähre in Meersburg verlief ohne die befürchteten Staus und auch am Hafen wussten die Mitarbeiter Bescheid und ließen uns sofort auf die Fähre. Auch auf der Insel Mainau durften wir mit unseren negativen Coronatests direkt auf die Insel fahren. Bevor wir uns an dem bunten Blütenmeer erfreuen sollten, war jetzt erstmal die dringende Zigarettenpause für unseren Fahrgast angesagt. Aber dann ging es mit Herrn H. im Rollstuhl über die Insel. Ob er an den vielen bunten Blumen den selben Spaß hatte und dieselbe Begeisterung spürte wie wir, ist schwer zu sagen. Aber was er auf jeden Fall sehr genoss, war die vielen Leute auf der Insel zu sehen, die im Kies spielenden Kinder zu beobachten und die verschiedenen Stimmen und Gerüche wahrzunehmen. LEBEN!!!  Und dazu gehörte unbedingt auch ein Eis. So saßen wir im Schatten mit unserem Eis und beobachteten den Trubel um uns rum.

Dann äußerte er doch den Wunsch, noch direkt an Wasser zu gehen. Da das auf der Insel Mainau mit Rollstuhl eher beschwerlich ist; legten wir auf dem Heimweg noch einen Stopp in Langenargen ein. Und was für eine Überraschung uns dort erwartete: hier herrschte ein Sturm, sodass der Bodensee eher wie die Nordsee wirkte. Aber es war warm, viele Leute unterwegs und zahlreiche Segelboote auf dem Wasser, die wie bunte Bälle auf der Oberfläche hin und her hüpften. An der Kaimauer zog Herr H. zwar doch die Kapuze seinen Hoodies über die Ohren, aber streckte den Kopf immer in Windrichtung, um mit geschlossenen Augen den Wind spüren zu können. Was ihm wohl gerade durch den Kopf ging? Seine Vergangenheit? Seine Zukunft? Seine Wünsche? Wir ließen ihn den kostbaren Moment in Ruhe genießen und mussten dann aber leider doch an den Heimweg denken. Dieser verlief ohne weitere Komplikationen, sodass wir Herrn H. kurz vor Einbruch der Dunkelheit wohlbehalten im Hospiz wieder abgeben konnten – mit einem Fotobuch in der Hand, damit er auch noch in den nächsten Tagen von seinem Ausflug würde zehren können.

 

                                                                                                                                                   Uta F.

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An einem wunderschönen sonnigen Tag Ende April ....

Endlich. Es ist wieder so weit.
Der Frühling ist da und wir haben wieder mehr Möglichkeiten, Wunschfahren durchzuführen.
 
Jetzt kam sogar das LEGOLAND ® Deutschland in Eigeninitiative auf uns zu und fragtean, ob wir kranken Kindern mit ihren Familien einen schönen Tag im LEGOLAND ® bereiten wollen.
 
Wir mussten nicht lang überlegen, und so fuhren unsere 3 Wunscherfüller, Claudia, Sonja und Cordula vom Allgäuer Wünschewagen zusammen mit Jacob und seiner Familie los.
An einem wunderschönen sonnigen Tag Ende April holten wir morgens Jacob von zu Hause ab. Jacobs Familie ist gerade mitten im behindertengerechten Umbau des alten Bauernhauses und kann einen Tag Abwechslung und Ablenkung gut gebrauchen.
Jacob hat seit er 3 Monate alt ist Krampfanfälle und ist dadurch in seiner Entwicklung eingeschränkt und nach vielen Krankenhausaufenthalten auch auf den Rollstuhl angewiesen. Wir wurden sehr freundlich und voller Vorfreude von Jacobs kleinen Geschwistern, Emil und Louis, empfangen und machten uns schon kurz darauf auf den Weg. Jacobs Mama begleitete Jacob im Wünschewagen. Papa, Oma und die beiden Brüder fuhren hinterher.
 
Jacob hatte Freude während der Fahrt. Da Jacob leider seit einigen Jahren nur wenig Prozent Sehkraft hat und seitdem mehr auf seine Hörfähigkeit angewiesen ist, wäre ein Besuch im LEGOLAND ® bei normaler Besuchermengen und enormer Geräuschkulisse fast unmöglich.
 
Kathrin und LEGOLAND-Boy ® erwarteten uns und wir durften mit dem Wünschewagen direkt hineinfahren.
Für Jacob ging es dann sofort von der Trage auf den Rollstuhl und zusammen mit Emil und Louis zeigte uns das Team vom LEGOLAND ® die Miniaturenwelt. Die Brüder hatten Freude, die liebevoll gestalteten Landschaften zu erkunden und immer wieder kleine Details zu entdecken. Nach einem kurzen Plausch mit den Gärtnern und Modellbauern, die sich auch freuten, endlich mal wieder Besucher zu sehen, ging es auf kurzem Weg zum LEGOLAND-Express ®. Eine Runde durch den Park genoss Jacob auf dem Schoss seiner Eltern.
 
Anschließend nutzten wir eine kleine Picknick-Pause auf einem Spielplatz. Jacob ließ sich die Sonne auf der Picknickdecke ins Gesicht scheinen und Louis und Emil machten das Klettergerüst unsicher. Sie hatten keine Zeit zum Essen, und genossen es auch mal mit dem Papa gemeinsam uneingeschränkt Zeit zu verbringen.
 
Nach der Stärkung ging es weiter zum SEA LIFE ® Atlantis Aquarium. Auch hier nahm sich Mitarbeiter Uwe viel Zeit um uns alles zu zeigen und alle Fragen zu beantworten. Wir haben viele Meeresbewohner entdecken können: Haie, Seepferdchen, Rochen, zahlreiche bunte Fische und auch Nemo und Dori haben wir gesehen. Auch Jacob entspannte zusehends bei der ruhigen Atmosphäre der Unterwasserwelten.
 
Anschließend ging es zur Safari Tour. Mehrere Runden in wechselnden Besetzungen wurden durch den Urwald gedreht und tolle Legotiere entdeckt. Auch Jacob fuhr wieder eine Runde mit seiner Mama mit. Nachdem anschließend auch wieder mehrere Runden am Flughafen mit den Flugzeugen gedreht wurden, neigte sich der schöne Tag im LEGOLAND ® langsam dem Ende entgegen. Voller Dankbarkeit verabschiedete sich die Familie und wir uns vom Team des LEGOLAND ®, und machten uns dann wieder auf den Weg nach Hause.
 
Auch den Rückweg genoss Jacob wieder zusammen mit seiner Mama im Wünschewagen auf der Trage, denn wenn der Wünschewagen mehr Sitzplätze gehabt hätte wären auch die Brüder gern im Wünschewagen mitgefahren.
 
Angekommen freute sich Haushund Marla ihre Familie zu Hause wieder zu haben. Mit einem kleinen Fotobuch mit den schönsten Erinnerungen des Tages verabschiedeten wir uns, tief beeindruckt von der Familie wie toll und wie selbstverständlich sie mit ihrer Situation umgehen, und wünschen alles erdenklich Gute auf ihrem weiteren Weg, wie lang auch immer er zusammen mit Jacob noch sein mag.
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Noch einmal den Blick über den Bodensee schweifen lassen und die Pfahlbauten bewundern….

Letzte Wünsche machen auch in Corona Zeiten nicht Halt und können nicht aufgeschoben werden. So führte der Weg des Wünschewagen Allgäu / Schwaben die Wunscherfüller Ines und Achim in das Hospiz Illertissen, wo Frau S. mit noch etwas gemischten Gefühlen auf das Team wartete. Es war zwar erst Ende März, aber die Sonne zeigte sich schon von ihrer besten Seite.  Erst stand kurz die Frage im Raum, ob die Fahrt überhaupt würde stattfinden können, da es Frau. S.  zunehmend schlechter ging, sie die meiste Zeit des Tages schlafen würde und in ihren wachen Phasen oft verwirrt und nicht orientiert sei. Aber da als Begleitung auch eine Hospizbegleiterin mitkommen würde, fiel die gemeinsame Entscheidung, die Fahrt zu wagen – zur Not müsste sie abgebrochen werden. Begleitet wurde sie von einem Filmteam des TV Regio Schwaben, das über den Wünschewagen berichten wollte und das sich – genauestens instruiert von der Koordinatorin Sonja Hujo- die ganze Zeit dezent im Hintergrund hielt. Nachdem alles und jeder seinen Platz gefunden hatte, ging es los Richtung Bodensee. Anfangs zeigte sich der Fahrgast noch von einer sehr sarkastischen Seite (Originalton: „So, Ihr seid also diejenigen, die eine Leiche transportieren wollen), doch mit der Zeit zeigte sich Frau S. auch von einer anderen Seite. So entstand das Bild einer Frau, die sich früher als Taxifahrerin ihren Lebensunterhalt verdient hatte, einiges aus ihrem früheren Berufsleben zu erzählen wusste und auch jetzt noch, trotz weit fortgeschrittener Lungenerkrankung, genau wusste was sie wollte und was nicht. Zwischen ihren Geschichten schlief sie allerdings immer wieder kurz ein, um sich zu erholen. Gegen 13 Uhr kamen Ines und Achim mit Frau S. und dem Begleitteam bei den Pfahlbauten in Unteruhldingen an und wurden schon von dem Museumsführer empfangen. Es ist immer wieder berührend, wie sehr das Projekt „Wünschewagen“ von allen Seiten aus unterstützt wird und so manch Unmögliches möglich gemacht wird. Wichtiger als die Führung war Frau S. allerdings erstmal das Essen. Und so wurde der vom Hospiz liebevoll gepackte Picknickkorb mit Sekt, Lachs und vielen anderen Köstlichkeiten auf einer Biertischgarnitur ausgepackt und verputzt. Erstaunlich wie gut das Essen in guter Atmosphäre, tollem Ausblick und liebevoller Begleitung auch bei Krankheit schmecken kann. Kein Wunder, dass Frau S. dann während der anschließenden Führung durch das Museum zunehmend müde wurde und auch immer mal wieder auf der Trage kurz eingeschlafen ist. Aber vielleicht war das auch nur ein Krafttanken für den Eisbecher, den sie noch unbedingt am Wasser bei Friedrichshafen verputzen wollte. Auf dem kurzen Weg nach Friedrichshafen schlief sie zwar sofort ein, sodass kurz die Überlegung aufkam, ob es nicht doch besser sei, direkt ins Hospiz zurückzufahren. Aber wie hätte man ihr das dann beim Aufwachen erklären sollen? Und so bekam Frau S. ihren Eisbecher! Und wie er ihr schmeckte! Zum Glück hatte sich das Team für den Stopp entschieden. Die Rückfahrt verlief unkompliziert und ohne besondere Emotionen, da Frau S. die ganze Fahrt tief und fest schlief.

Für die Wunscherfüller blieb am Ende des langen Tages mal wieder das dankbare Gefühl zurück, trotz zurzeit aller aufwendigen Maßnahmen wie FFP2 Maske und negativem Coronatest, einen letzten Wunsch erfüllt haben zu können.

Wer den Bericht zur Fahrt sehen möchte:

https://www.regio-tv.de/mediathek/video/unterwegs-im-wuenschewagen-noch-einmal-den-bodensee-sehen/

 

 

                                                                                                                                                         U.Firnhaber

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Wenn ich noch einen Wunsch frei hätte…

Wenn ich noch einen Wunsch frei hätte…
 
Der Wünschewagen Allgäu/Schwaben erfüllte einen letzten Herzenswunsch
Vor kurzem erreichte der Wunsch einer Schwäbin das Team des Wünschewagen Allgäu/Schwaben: „Wenn ich noch einen letzten Wunsch frei hätte, dann würde ich gerne noch einmal meinen Lieblingstieren, den Raubkatzen ganz nah kommen.“ Kein ungewöhnlicher Wunsch für die Koordinatorin Sonja Hujo, aber in Zeiten von Corona eine Herausforderung.
 
Die Pandemie macht vieles anders als gewohnt, einige Dinge sind nicht möglich und einige, unter anderem auch Wunschfahrten müssen noch sorgfältiger geplant sein. Für das Team stand aber von Anfang an fest…dieser letzte Herzenswunsch soll auf jeden Fall erfüllt werden. Ein angepasstes Hygienekonzept, welches einen Negativ-Test aller Beteiligten verlangt, sowie das Arbeiten mit FFP2-Masken und Handschuhen machte es möglich, diese Fahrt zu planen. J
 
Jetzt galt es nur noch einen Zoo zu finden, der seine Türen für diese Aktion öffnet. Fündig geworden ist die Koordinatorin beim Raubtier- und Exotenasyl e.V. Ansbach. Der Verein ist eine Auffangstation für in Not geratene Raubkatzen und Exoten aller Art. Ziel der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter ist es, Tieren aus illegaler oder schlechter Haltung ein artgerechtes neues Leben zu bieten. Dabei werden sie von einer hauptamtlichen Tierpflegerin und einem Bundesfreiwilligen unterstützt. Auf die Anfrage, ob es die Möglichkeit gibt, bei einem Rundgang und einer Fütterung nah an die Tiere heranzukommen, sagte die Vorstandschaft des Vereines spontan Unterstützungzu. Nachdem die Zustimmung zum Besuch der Einrichtung vom Gesundheitsamt Ansbach erfolgt war, konnte die insgesamt 95. Wunschfahrt starten.
 
Am Montag machten sich die drei Wunscherfüller Marinna, Edi und Claudia auf den Weg nach Schwaben, wo sie von einer sehr aufgeregten Steffi und ihrem Begleiter erwartet wurden. Steffi hatte in der letzten Nacht sehr unruhig geschlafen, freute sich aber dennoch auf den Ausflug. Nachdem alles eingepackt war, machte sich der Wünschewagen auf die knapp zweistündige Fahrt ins verschneite Ansbach.
 
Dort angekommen, begrüßte ein Teil der Vorstandschaft die Gruppe sehr herzlich. In einer gemeinsamen Schneeschipp-Aktion wurde die Zufahrt für den Wünschewagen vom Schnee befreit und Steffi konnte auf der Trage ins Tigercafe gebracht werden. Von dort hatte sie dann den ersten Blickkontakt mit Boris, dessen Käfig nur wenige Meter entfernt war. Steffi war von dem fast 220 kg schweren sibirischen Tiger sofort begeistert. Das Team des Raubtierasyls erzählte von der Gründung des Vereins, über die verschiedenen Tier, die in der Einrichtung untergebracht sind, aber auch von den Schwierigkeiten, welche es in der Pandemie zu bewältigen gibt. Leider ließen es die Schneeverhältnisse und der Gesundheitszustand von Steffi nicht zu, mit dem Rollstuhl einen Rundgang zu unternehmen. Spontan wurde eine virtuelle Führung organisiert, auf der eine Reihe von Fotos und Videos entstanden sind, die sich Steffi danach anschauen konnte. Aber es sollten auch noch einige Highlights auf sie zukommen.
 
Jetzt war es an der Zeit Steffis Herzenswunsch, eine Raubkatze zu streicheln, in Erfüllung gehen zu lassen. In Ansbach werden nicht nur große Raubtiere, sondern auch kleine Raubtiere und andere Exoten gepflegt. Unter anderem auch Tila, ein kleines Frettchen, mit dem Steffi Bekanntschaft schließen durfte. Sie hat das kleine, zutrauliche Raubtier sofort in ihr Herz geschlossen, so dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter schon scherzhaft androhten, am Ende des Besuches eine Taschenkontrolle vorzunehmen. Steffi und Tila hatten einen sehr innigen Moment, das kleine Frettchen kuschelte sich an und Steffi konnte gar nicht genug von dem kleinen wuseligen Fellknäuel bekommen. Nur schweren Herzens trennte sie sich von Tila. Aber nur kurze Zeit später wurde Toby ins Tigercafe gebracht. Toby ist ein 8 Jahre alter Bengalkater, der an Menschen gewohnt ist und sich auch streicheln lässt. Nachdem sich die beiden mit Abstand aneinander gewöhnen konnten, suchte Toby den Kontakt und ließ sich von Steffi streicheln und kraulen. Beide genossen diesen Moment sichtlich. Zum Abschluss bekam Steffi noch einen weißen Plüschtiger, angezogen mit einem Hoodie des Raubtierasyls von den beiden Vorstandsmitgliedern geschenkt.
 
Nach einer herzlichen Verabschiedung, trat der Wünschewagen Allgäu/Schwaben die Rückreise an. Zuhause angekommen, verabschiedete sich Steffi erschöpft, aber glücklich von den drei Wunscherfüllern ....
 
Geschrieben von unserer Wunscherfüllerin Claudia Lijsen.

 

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Noch einmal die Enkel besuchen ....

Wie fühlt man sich wohl, wenn man seit Monaten nicht mehr seine Wohnung verlassen konnte und plötzlich durch den Wünschewagen genau diese Chance bekommt? Unser Fahrgast Herr K. wollte unbedingt ein letztes Mal seine Tochter und seine geliebten Enkel in deren Wohnung besuchen.

 

Aber da sein immer schlechter werdender Allgemeinzustand ein Verlassen seiner Wohnung im 5. Stock unmöglich machte, wollten wir (Melanie, Brigitte und Alois) ihm diesen Traum gerne erfüllen. Und so ging es für uns diesmal – da der Münchner Wünschewagen gerade in Reparatur war –  vom Allgäu in die Großstadt München.

 

Als wir beim Ehepaar K. ankamen waren sie sichtlich nervös, aber voller Vorfreude. Die fünf Stockwerke brachten wir mit unserem Raupenstuhl problemlos hinter uns und los ging es quer durch den Münchner Großstadt-Dschungel. Herr K. war sichtlich gerührt "sein Viertel" mal wieder zu sehen und versuchte auch erst gar nicht, seine Rührung und seine Gefühle vor uns zu verbergen.

 

Bei der Tochter angekommen wurden wir schon an der Haustüre von den beiden Enkeltöchtern herzlich empfangen. Auch dort flossen Tränen der Freude! Herr K. machte es sich mit unserer Hilfe am Esstisch bequem, und wir zogen uns nach Rücksprache für drei Stunden zurück. So hatte die Familie die Gelegenheit unter sich zu sein und die Zeit gemeinsam zu genießen.

 

Am frühen Abend kehrten wir Wunscherfüller wieder zur Familie zurück, um einen sehr erschöpften aber auch sehr glücklichen Fahrgast wieder abzuholen. Frau K. hingegen gab unserem Team im Auto noch eine kleine "Stadtführung" und erzählte über die Sehenswürdigkeiten, an denen wir vorbeikamen. Mit Hilfe des Schwiegersohnes meisterten wir die fünf Etagen hinauf in die Wohnung und konnten nach einem letzten Foto mit den Wunscherfüllern Hr. K. mit seiner Frau nach einem gelungenen Nachmittag zufrieden verabschieden

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Noch einmal die Elefanten sehen ...

Wie fühlt man sich wohl, wenn man seit Monaten nicht mehr seine Wohnung verlassen konnte und plötzlich durch den Wünschewagen genau diese Chance bekommt? Unser Fahrgast Herr K. wollte unbedingt ein letztes Mal seine Tochter und seine geliebten Enkel in deren Wohnung besuchen.

 

Aber da sein immer schlechter werdender Allgemeinzustand ein Verlassen seiner Wohnung im 5. Stock unmöglich machte, wollten wir (Melanie, Brigitte und Alois) ihm diesen Traum gerne erfüllen. Und so ging es für uns diesmal – da der Münchner Wünschewagen gerade in Reparatur war –  vom Allgäu in die Großstadt München.

 

Als wir beim Ehepaar K. ankamen waren sie sichtlich nervös, aber voller Vorfreude. Die fünf Stockwerke brachten wir mit unserem Raupenstuhl problemlos hinter uns und los ging es quer durch den Münchner Großstadt-Dschungel. Herr K. war sichtlich gerührt "sein Viertel" mal wieder zu sehen und versuchte auch erst gar nicht, seine Rührung und seine Gefühle vor uns zu verbergen.

 

Bei der Tochter angekommen wurden wir schon an der Haustüre von den beiden Enkeltöchtern herzlich empfangen. Auch dort flossen Tränen der Freude! Herr K. machte es sich mit unserer Hilfe am Esstisch bequem, und wir zogen uns nach Rücksprache für drei Stunden zurück. So hatte die Familie die Gelegenheit unter sich zu sein und die Zeit gemeinsam zu genießen.

 

Am frühen Abend kehrten wir Wunscherfüller wieder zur Familie zurück, um einen sehr erschöpften aber auch sehr glücklichen Fahrgast wieder abzuholen. Frau K. hingegen gab unserem Team im Auto noch eine kleine "Stadtführung" und erzählte über die Sehenswürdigkeiten, an denen wir vorbeikamen. Mit Hilfe des Schwiegersohnes meisterten wir die fünf Etagen hinauf in die Wohnung und konnten nach einem letzten Foto mit den Wunscherfüllern Hr. K. mit seiner Frau nach einem gelungenen Nachmittag zufrieden verabschieden

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Von Bad Hindelang nach Kressbronn zum Segeln - unsere 80. Wunschfahrt

Die Fahrt begann um 7:20 Uhr und führte uns in das ASB Seniorenheim nach Bad Hindelang. Vereinbarungsgemäß sind wir dort pünktlich angekommen und wurden von der vor dem Haus wartenden Begleitperson unseres Fahrgastes herzlich begrüßt.
Nachdem wir unseren Fahrgast eingeladen hatten, ging es über Immenstadt auf die Bundesstraße 308, vorbei am wunderschön gelegenen Großen Alpsee, weiter über Oberstaufen und das sogenannte „Paradies“ (kurvenreiche Strecke), von Lindenberg im Allgäu über das Rohrach nach Lindau und weiter nach Kressbronn zum Hafen. Unser Skipper wartete bereits auf unsere Ankunft.
 
Unser Wunscherfüller Joseph ist im Besitz eines Segelscheines. Er war an dem Tag der Skipper auf dem Boot und wurde vom Skipper Michael unseres Bootsverleihers unterstützt. Nachdem wir unseren Fahrgast, einen leidenschaftlichen Segler, auf dem Segelboot platziert und wir selbst Platz genommen hatten, hieß es „Leinen los“. Zuerst mussten wir an den restlichen im Hafen liegenden ca. 670 Booten vorbei zur Hafeneinfahrt, um dann auf große Fahrt gehen zu können. Wir nahmen Kurs auf Lindau. Joseph hatte im Vorfeld bereits angedeutet, dass es aufgrund der Wetterlage und des strahlenden Sonnenscheines nicht viel Wind geben wird. So setzten wir unsere Fahrt mit Hilfe des Motors Richtung Lindau fort. Auf die Frage an unseren Fahrgast, ob es ihm gefällt, kam nur ein kurzes Kopfnicken. Claudi hatte im Vorfeld bereits mitgeteilt, dass unser Fahrgast ein „Allgäuer Muhaggel“ sei, der nicht viel von sich gibt. Seine Begleitperson war dafür umso redseliger. Als wir gegen 14:30 Uhr hinter Lindau Richtung Bregenz unterwegs waren, kam etwas Wind auf, ausreichend, damit wir die Segel setzen konnten. So schipperten wir kreuz und quer über den Bodensee und erreichten um 17 Uhr wieder den Yachthafen von Kressbronn. Joseph steuerte das Boot die ganze Zeit fachmännisch und anschließend wieder an seinen Liegeplatz problemlos zurück.
 
Nach dem Segeltörn waren wir alle hungrig und fuhren anschließend nach Lindau in einen Biergarten zum Essen. Dabei stellten wir alle fest, dass wir auf dem Wasser etwas Farbe bekommen hatten. Die Heimfahrt führte uns über die gleiche Strecke von Lindau über die Bundesstraße 308, dem Paradies, zurück nach Bad Hindelang. Dort kamen wir um 21 Uhr nach einem langen und anstrengenden Tag, auch für unseren Fahrgast, an. Als wir ihn an das Pflegepersonal vom Heim übergeben hatten und uns von ihm verabschiedeten, zeigte unser Fahrgast Emotionen. Mit feuchten Augen und leicht zittriger Stimme kam der Spruch „Danke für diesen tollen Tag“ über seine Lippen.
Das Besondere an dieser Wunschfahrt war, dass uns Nic, ein Auszubildender im 3. Lehrjahr einer Stuttgarter Videoagentur, den ganzen Tag begleitete und Aufnahmen im Rahmen eines Projektes über den gesamten Ablauf der Wunschfahrt machte. Aufgrund einer der letzten Wunschfahrten im Juli hat sich ein Angehöriger gemeldet, dass er uns unterstützen möchte. Mit seiner eigenen Video- bzw. Filmagentur würde er für uns ein kostenloses kleines Imagevideo erstellen, das wir für Werbezwecke dann verwenden können. Dass dieses Versprechen so schnell eingelöst wurde, fand bei uns allen große Anerkennung. Als sich Nic am Abend von uns verabschiedete, bedankte er sich, dass er durch sein Projekt ein Teil dieser Wunschfahrt sein durfte und fand es toll, das es den Wünschewagen in dieser Form überhaupt gibt. Dieser Tag sei eine Bereicherung in seinem Leben.
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Noch einmal die Tochter sehen, sprechen, fühlen ....

Auf der Wunschfahrt Mitte Juli nach Garmisch auf die Intensivstation begleiteten wir eine Mutter auf einem schweren Weg zu ihrer kranken Tochter, aber es war zugleich auch ein sehr glücklicher Tag für unseren Fahrgast.

Mittwochmorgen fuhren wir drei Wunscherfüller los, um die hochbetagte Dame abzuholen. Sie ist rollatormobil in ihrer Wohnung im 1. Stock, die sie gemeinsam mit einer ihrer Töchter bewohnt.

Treppen sind längst ein unüberwindbares Hindernis geworden.

 

Der Wunsch von Frau R., ihre schwerkranke Tochter (65 Jahre) zu besuchen und sie vielleicht ein allerletztes Mal zu sehen, weil sie wahrscheinlich ihre Krankheit nicht überleben wird, sollte heute in Erfüllung gehen. Wir trafen eine Frau, die bei der Begrüßung ein wenig weinen musste, weil sie ihre Tochter seit 11 Monaten – solange liegt diese bereits im Krankenhaus – nicht mehr gesehen hatte und sich doch solche Sorgen um sie mache. Ihre nächste Sorge betraf dann die Treppe, die wir sie hinuntertragen wollten, weil wir uns doch so viel Mühe machen müssten. Aber schließlich konnte sie unsere Hilfe gut annehmen. Als Frau R. im Hof ankam, hatte sie nach vielen vielen Wochen ihre Wohnung zum ersten Mal wieder verlassen.

 

Auf der Fahrt im Wünschewagen plauderte Frau R. aus ihrem Leben, mit fast 93 Jahren konnte sie auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Auch die Tochter, die sie begleitete, konnte mir sehr viel erzählen. Als beide nach über einer guten Stunde Fahrzeit bemerkten, dass wir uns Garmisch näherten, wurden sie aber ganz still. Wir ließen sie schweigen.

 

Ins Krankenhaus durfte in der „Corona-Zeit“ nur eine von uns drei Wunscherfüllerinnen mit rein.

 

Es mussten noch direkt hinter dem Eingang die Besucherzettel ausgefüllt werden, eine Toilette galt es noch zu finden (haben keine extra für Behinderte gefunden) und schließlich suchten wir den Weg zur Intensivstation. Die Mutter wurde so langsam nervös, drückte das Taschentuch, das sie seit wir sie in ihrer Wohnung abgeholt haben, in ihrer Hand hielt, immer fester zusammen und presste die Hände an ihre Brust (nein, keine Schmerzen, aber Herzklopfen habe sie schon).

 

Der Pfleger, der uns die Türe zur Intensivstation öffnete, begrüßte uns ganz freudig und erzählte uns, dass Frau B. – die kranke Tochter – schon ganz sehnsüchtig warte und heute noch besser drauf sei als gestern und vorgestern. Allen erzähle sie seit Tagen, dass ihre Mutter sie besuchen käme.

 

Im Patientenzimmer gab es trotz sichtlich geschwundener Kräfte ein großes Hallo und natürlich flossen bei Mutter und Tochter Tränen. Wiedersehensfreude. Auch bei der anderen Tochter.

Grüße wurden ausgerichtet, dann folgte langes Schweigen. Es war kein verlegenes Schweigen, keine bedrückende Stille. Es war traute Zweisamkeit zwischen Mutter und Tochter, die sich einfach nur an den Händen hielten, wortlose Einigkeit. Es passiert ja auch nicht mehr allzu viel im Leben der beiden Frauen, über das sie hätten reden können. Angst vor dem Sterben wurde nicht thematisiert. Beide Frauen haben sich immer wieder an den Armen und im Gesicht gestreichelt.

 

Nach etwa 2 Stunden wurde Frau B. für einen weiteren operativen Eingriff vorbereitet (der hätte eigentlich bereits am Vormittag stattfinden sollen – ein Schwammwechsel bei abdomineller Wundheilungsstörung nach den zahlreichen Operationen – wurde aber extra wegen des anstehenden Besuches auf den Nachmittag verschoben) und Mutter und Tochter verabschiedeten sich schweren Herzens voneinander. Klar, dass es nicht ohne Tränen ging. Um kurz nach 14 Uhr verließen wir die Intensivstation, auf meine Frage an unseren Fahrgast, wie es ihr denn nun gehe, sagte sie, sie sei sehr traurig, weil sie Elke vielleicht nicht mehr wiedersehen wird. Dann schniefte sie, schnäuzte in ihr Taschentuch, nahm meine Hand, drückte sie ganz fest und sagte, sie sei aber auch sehr dankbar und glücklich, weil sie sie heute habe sehen, sprechen und berühren dürfen. „So, und nun halte ich es vor Hunger nicht mehr aus, ich hatte vorhin auf der Herfahrt schon Hunger, weil ich zum Frühstück kaum was gegessen habe“

 

Claudia und Cordula hatten zwischenzeitlich ein hübsches Restaurant für uns ausfindig gemacht, zu dem wir fünf nun spazierten. Am Fuße der Sprungschanze bestellten wir Schnitzel und unser Fahrgast hatte wirklich großen Appetit und zudem ist ihr im Restaurant bewusstgeworden, dass sie gerade auch noch einen wunderschönen Ausflug macht „wahrscheinlich der letzte in meinem Leben“…. Bei Tisch gab es übrigens noch einige spannende Berichte aus dem Leben der beiden Damen.

 

Irgendwann waren die Schnitzel, Pommes und Spätzle verdrückt, alle satt und zufrieden und wir machten uns auf den Heimweg. Wieder in Sonthofen angekommen trugen wir eine müde aber glückliche Mutter in den 1. Stock und sie war so dankbar für diesen Tag, an dem sie noch einmal

ihre Tochter sehen durfte. Berührend. Wunderbar. Wertvoll. Es hat sich wirklich gelohnt, einen freien Tag für so eine schöne Fahrt zu verwenden.

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Der Sonne entgegen!

Er träumte seit langen davon, einmal den Sonnenaufgang auf dem Säntis in der Schweiz erleben zu dürfen -  und dann kam Corona. Aber wer ein Ziel hat und dafür kämpft, wird manchmal dafür auch belohnt.

Und so starteten unsere Wunscherfüller, Christoph, Uta und Sonja mitten in der Nacht, um Herrn G. im Hospiz Lindau abzuholen und pünktlich um 4:30 Uhr an der Talstation der Seilbahn zu sein.

Von Müdigkeit bei dem Fahrgast war nichts zu spüren. Unseren Rollstuhl lehnte er kategorisch ab, holte seine verschiedenen Fotoapparate und sein Fernglas aus seiner Tasche und fing an zu genießen! Zahlreiche Fotos wurden in allen Himmelsrichtungen geschossen und das bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Um den besten Blick zu haben, mussten allerdings zahlreiche Stufen bewältigt werden. Und das wollte unser Fahrgast unbedingt zu Fuß schaffen. Mit Stock in einer Hand und Unterstützung unsererseits auf der anderen Seite hat er auch diese Kraftanstrengung gemeistert. Und er wurde belohnt!

Was für ein Ausblick als sich die glutrote Sonne im Osten langsam über die Berge schob, die letzten Wolkenreste verschwanden, und wir nun ihre Wärme genießen durften. Da fiel es uns allen schwer sich nach einiger Zeit von dem Anblick zu trennen. Aber der Gedanke an einen heißen Kaffee und ein leckeres Frühstücksbuffet überzeugte uns. Die Stärkung und die Pause tat uns allen gut.

Nach einem Rundgang durch die dortige Ausstellung war dann beim Fahrgast die Erschöpfung deutlich zu spüren und so ging es mit der Gondel wieder hinab ins Tal. Wer hätte gedacht, dass Herr G. diesen Traum noch erleben dürfte. Wir nicht!

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Zurück nach Hause ....

Auch, wenn die Corona-Krise nach wie vor existent ist, sind wir mit unserem Wünschewagen wieder im Einsatz und erfüllen letzte Wünsche, wie den von Karl-Heinz.


Unter strengen hygienischen Standards und gemäß der behördlichen Vorgeben ging es fir unser Team los......

 

Zurück nach Hause
…von der Innenstadt der Metropole München in einen Vorort von Dresden.


Ein Umzug ist ein aufregendes und anstrengendes Unterfangen, selbst wenn man gesund ist. Ohne die Unterstützung von Familie und Freunden ist das nicht zu stemmen. Was aber, wenn man selbst schwer krank geworden ist, nur noch liegend transportiert werden kann und von Zeit zu Zeit auf Sauerstoff angewiesen ist? Das Vorhaben rückt ins Unmögliche! Für Karl-Heibz F. hat alles danach ausgesehen, als ob er wegen einer schweren Krebserkrankung sein eigens entworfenes und eben fertiggestelltes Haus auf dem Grundstück, auf dem er aufgewachsen ist, nicht mehr gesehen hätte, ein Herzenswunsch, den der Wünschewagen des ASB Allgäu/Schwaben am Wochenende doch noch erfüllen durfte.


Als wir, das Wünschewagenteam, in München ankommen, ist schon alles vorbereitet. Bekannte, Arbeitskollegen, Freunde und Familie sind da und freuen sich riesig über unsere Ankunft. Alles Gepäck ist in die Autos verladen und Karlheinz treffen wir voller Vorfreude in seiner Wohnung. Kein Grund also abzuwarten, denn die Fahrt, die uns bevorsteht ist lange genug. Von München aus geht es in ein Vorort von Dresden, eine 470 km lange und bei normalem Verkehr ca. 5 Stunden in Anspruch nehmende Reise.
Auf einem Rastplatz in der Nähe von Hof machen wir einen Fahrerwechsel. Die Sonne scheint eifrig an diesem Tag und Karl-Heinz wünscht sich nach draußen an die frische Luft. Als er auf seiner Liege auf dem menschenleeren Parkplatz die Sonne genießt erzählt er uns, dass er die letzten 7 Monate seine Wohnung nur noch einmal verlassen hat, und zwar im Krankenwagen zur Untersuchung ins Krankenhaus. Das Urteil ist vernichtend: Nach Jahren des Kampfes gegen die Krankheit, etlichen OPs, Bestrahlungs- und Chemotherapien, hat er „Krebs im Endstadium“, Metastasen im ganzen Körper, keine Behandlung ist mehr Erfolgsversprechend, die palliativmedizinische Versorgung wird empfohlen. Für Karl-Heinz ist es also nach 7 Monaten das erste Sonnenbad. Voller Vorfreude nimmt er sich vor, möglichst viel von der Zeit, die ihm noch bleibt, auf seiner Terrasse im Freien zu verbringen, bisher eine Unmöglichkeit in der Münchner Wohnung im dritten Stock ohne Balkon.


Die restliche Fahrt schwärmt Karlheinz von seinem selbst entworfenen Haus, wie vom Paradies und als wir gegen 17:00 Uhr endlich angekommen sind, werden unsere hohen Erwartungen nicht enttäuscht. Es ist ruhig, man hört die Vögel zwitschern, der Verkehrslärm, der in München noch Tag und Nacht zu hören war, bleibt aus. Auf das Grundstück seiner Eltern, auf dem er aufgewachsen ist, hat Karl-Heinz schon vor einigen Jahren begonnen ein neues Haus zu bauen. Durchdacht, modern, hell und mit einem schönen und großen Garten. Es sollte sein Haus werden, in dem er zusammen mit seiner Frau alt werden und seinen Lebensabend verbringen wollte. Die Freude, endlich dort angekommen zu sein, war für Karl-Heinz und seine Frau umso größer, nachdem dieses feste Vorhaben in den letzten Wochen und Monaten immer Mehr zum letzten Wunsch geworden ist.

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Noch einmal in den Zoo…

... so lautete der Wunsch für unsere Fahrt am 15.Februar 2020.

Als wir am Morgen des Tages im Stützpunkt ankamen, versprach der Tag schon schön zu werden. Die Sonne zeigte sich schon von ihrer besten Seite.

Unsere Anfahrt dauerte nicht lange und wir durften unseren heutigen Fahrgast Herr E. aus Kaufbeuren begrüßen. Auch freuten sich seine Tochter und ihr kleiner Sohn auf den heutigen Tag, die als Begleitung mit dabei waren. Der seit drei Jahre an ALS erkrankte Fahrgast freute sich sichtlich sehr auf unseren heutigen Ausflug. Da Herr E. eine dauerhafte Beatmung benötigt, wurde er zusätzlich noch von einer ihm vertrauten Pflegekraft der 24-Stunden-Intensiv-Beatmungspflege betreut.

Die Fahrt ging nach München in den Tierpark Hellabrunn. Nachdem wir den üblichen Münchner Stauverkehr hinter uns gelassen hatten, wurden wir von einem sehr netten Mitarbeiter des Parks herzlich willkommen geheißen; es war unglaublich schön, mit so offenen Armen empfangen zu werden. Alles war organisiert, und wir durften mit dem Wünschewagen direkt über einen Seiteneingang auf das Parkgelände fahren.

Der Enkel von Herr E. war sichtlich begeistert und freute sich auf den gemeinsamen Zoo-Tag mit seinem Opa. Frau E. erzählte beim Rundgang durch den Park, dass ihr Vater früher sehr gerne in Tierparks ging. Deswegen sei er auch so traurig, dass er so ein tolles Erlebnis mit seinem Enkelkind nicht mehr wahrnehmen könne, da er den ganzen Tag zuhause an seine Beatmung ‚gefesselt‘ sei.

Unseren ersten Stopp legten wir beim Affenhaus ein. Der Fahrgast genoss die Zeit, Ruhe und die Möglichkeit die Affenfamilie zu beobachten. Viele weitere Stopps folgten, u.a. beim Elefanten- und Giraffenhaus oder der Dschungelwelt, in der zwei prächtige Löwen sich in der Sonne einen Mittagsschlaf gönnten.

Herr E. genoss gefühlt jede Minute mit seiner Familie! Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie stark der Wille unseres Fahrgastes war: mehr als fünf Stunden hielt er es im Sitzen aus. Wenn man bedenkt, dass er seit langer Zeit nicht mehr gesessen war, sondern 24 Stunden des Tages liegend im Bett verbringt, war diese Tatsache nochmal viel beeindruckender zu sehen. Seine Tochter berichtete uns, dass ihr Vater die Woche zuvor täglich den Transfer vom Bett in den Rollstuhl mit seinen Pflegern geübt hatte, nachdem er erfahren hatte, dass sein Wunsch vom Wünschewagen-Team erfüllt werden würde.

Auf der Heimfahrt war Herr E. die ganze Zeit wach und er konnte es kaum erwarten, sein eigenes kleines Fotoalbum, dass er von uns als Abschiedsgeschenk erhalten hatte, in seinem Bett mit seiner Familie anzuschauen.

 

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Noch einmal das Musical „König Ludwig“ ...

...in Füssen erleben - ein letzter Herzenswunsch geht mit dem Wünschewagen in Erfüllung

Es gibt schöne Tage. Es gibt besondere Tage. Es gibt besonders schöne Tage, die für immer in Erinnerung bleiben. So einen Tag erlebten wir gestern.

Unsere Mutter, Rosmarie Eckart, erhielt im Mai 2019 die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Seit Ende Januar ist sie im Hospiz in Lindau – unserer Villa Sonnenschein. Sie genießt die liebevolle Fürsorge, ist glücklich. Als man sie fragt, ob sie noch einen Herzenswunsch hat – wünscht sie sich eine Fahrt nach Füssen ins Festspielhaus zu ihrem Lieblingsmusical „König Ludwig“, dass sie so oft schon gesehen hat und von Anfang an verzauberte.

Am 8. März ging bei strahlendem Sonnenschein ihr Herzenswunsch in Erfüllung.

Ein Dankeschön an das Festspielhaus Füssen, dass alle Karten zu Verfügung stellte und die Betreuung vor Ort. Ein Dankeschön an das gesamte Ensemble für eine wunderbare Vorstellung und so viele Gänsehautmomente und natürlich ein besonderes Dankeschön an unser wunderbares Team vom Wünschewagen, das die Erfüllung des letzten Herzenswunsches unserer Mutter erst möglich machte. Sie konnte ihr Glück nicht fassen, als ihr am Ende des Abends auch noch ein Fotoalbum überreicht wurde mit den schönsten Eindrücken des Tages.

Bericht von Heike Eckart (Tochter)

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Ringelstetter? Schon mal gehört, aber wer ist das nochmal genau?

 

..... das wusste unser Fahrgast nur zu genau, denn er verfolgt jede seiner Sendungen im BR. Und so war es nicht verwunderlich, dass der an ALS erkrankte Herr W. sich sehnlichst wünschte, einmal bei so einer Fernsehaufzeichnung dabei zu sein, solange er körperlich dazu noch in der Lage sei.

Und so holten wir ihn im Hospiz in Kempten ab, wo er uns schon mit Stiefeln an den Füßen und mit neuem Haarschnitt lachend empfing. Unser Fahrgast strahlte so eine Vorfreude aus und kommunizierte die ganze Zeit mit seinem Tablet, dass es eine sehr fröhliche und kurzweilige Fahrt für uns alle wurde (incl. Stopp bei Mc Donalds). 

Auch das Management beim BR war perfekt: wir durften direkt vor dem Einlass parken, wurden von allen persönlich begrüßt und durften als erstes in die Halle, damit wir in Ruhe einen guten Platz aussuchen konnten.

Das Team hatte sogar an einen extra Monitor für Herrn W. gedacht, damit er wirklich alles ohne Anstrengung sehen konnte. Danke für diesen Einsatz! Wir durften sogar kurz vor der Sendung extra Fotos mit Herrn Ringelstetter machen – was für eine Freude für Herrn W.

Die 2 stündige Aufnahmezeit im Studio war für Herrn W. zwar anstrengend, liegt er im Hospiz doch die meiste Zeit im Bett, aber er wollte die Sendung unbedingt vom Rollstuhl aus verfolgen und nicht von der Liege aus! Wir waren zwar sehr kritisch, ob er es schaffen würde, aber sein eiserner Wille hat ihn nicht verlassen. Er hat es geschafft!

Zurück im Wünschewagen war ihm aber nun deutlich anzumerken, wie anstrengend der Ausflug für ihn war. Er bekam starke Schmerzen, sodass Claudia, unsere Wunscherfüllerin, die ihn auch schon aus dem Hospiz kannte, seine Bedarfsmedikation an Morphin spritzte. „Morphin ist ein geiles Zeug“ – schrieb darauf Herr W. grinsend auf sein Tablet.

Ich wünsche ihm von Herzen, dass er weiterhin, seinen Humor behält und die Krankheit so leichter ertragen kann.

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Noch einmal im Leben ein Besuch bei den Raubkatzen

 ...... einmal noch ein Besuch im Zoo Augsburg mit ihren Töchtern. Das war der Wunsch von Frau Sabine Wolff. Dort haben ihr es besonders die Raubkatzen angetan. Das nicht ohne Grund, denn in den 70-er Jahren war die gelernte Geflügelzüchterin selbst Tierpflegerin bei den Löwen, Tigern, Pumas und Hyänen im Zoo Augsburg. Am 18.12.2019 war es dann soweit. Nachdem der Wünschewagen Allgäu/Schwaben im November seinen 1. Geburtstag gefeiert hatte, stand das nächste kleine Jubiläum an. Die Wunscherfüller Marianne, Harald und Tillmann brachen zur 50. Wunschfahrt auf. Bei für die Jahreszeit ungewöhnlich warmen Temperaturen holten die ehrenamtlichen Mitarbeiter ihren Fahrgast zuhause ab. Dort wurden sie von Frau Wolff und ihren Töchtern Anita und Martina schon gespannt erwartet. Nach einer kurzen, aber sehr entspannten Fahrt wurde das Fahrziel überpünktlich erreicht.

Im Zoo angekommen blieb noch Zeit für einen Rundgang durch die gesamte Anlage. Frau Wolff erzählte von ihrer Zeit als Tierpflegerin und beschrieb, welche Tiere und Anlagen zu ihrer Zeit vorhanden waren und zeigte sich überrascht, wie sich der Zoo in den letzten Jahren vergrößert hat.

Am Löwenhaus angekommen, wurde die Gruppe von Tierpfleger Felix Riedel in Empfang genommen, der einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen möglich machte. Nur ein Gitter trennte Frau Wolff von den großen Raubkatzen. Lange verweilte sie bei Löwin Kiera, aber auch den beiden Tigern Djahla und Berani und der Hyänendame Lea wurde ein Besuch abgestattet. Nach einer Stärkung mit Kinderpunsch und Würstchen ging es noch einmal zu den Außengehegen. Lange beobachtete Frau Wolff die vielen Paviane und ab und zu zeigte sich ein Lächeln in ihrem Gesicht.

Zur Jubiläumsfahrt kam noch eine 4. Wunscherfüllerin zum Team hinzu. Die Ehrenamtliche Claudia überreichte Frau Wolff zur obligatorischen Blume im Wünschewagen noch einen Blumenstrauß. Frau Wolff und ihre Töchter freuten sich sehr über diese Aufmerksamkeit und bedankten sich herzlich beim Team, den Koordinatoren und allen, die es möglich gemacht haben, dass ihrer Mama noch dieser eine Wunsch erfüllt werden konnte.

Es war für alle ein wunderschöner Tag, der trotz der Strapazen viel zu schnell vorbei war.

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Ein letztes Mal mit der besten Freundin Kaffee trinken …

… dieser unglaublich wertvolle Wunsch erreichte das Team des Wünschewagens Allgäu/Schwaben im November letzten Jahres. Am 22.11.19 ermöglichten wir der 95-Jährigen Anni Brög einen letzten Besuch bei Ihrer besten Freundin in ihrem Heimatort Schöllang im wunderschönen Allgäu. Begleitet wurde Anni Brög von Ihrem Sohn.

Auf dem Weg zur Freundin haben wir noch einen kurzen Halt an der Burgkirche Schöllang gemacht und den angrenzenden Friedhof besucht.

Auf dem Friedhof konnte Anni Brög gemeinsam mit ihrem Sohn in Erinnerungen an bereits verstorbene Angehörige schwelgen.

Das Wetter zeigte sich nun von der besten Seite und bei strahlendem Sonnenschein bekamen wir fachkundige Auskunft über die sichtbaren Berge.

Anschließend fuhren wir dann gemeinsam zu ihrer Freundin weiter. Hier wurden wir schon sehnsüchtig und voller Vorfreude erwartet. Es wurde Kuchen aufgetischt und Kaffee getrunken, alte Geschichten von früher ausgeplaudert und viel gelacht.

Zurück im Pflegeheim, bedankte sich Frau Brög mit den Worten: Es war ein sehr schöner Tag. Vielen Dank.

Wir danken Frau Brög und ihrem Sohn, dass wir sie an diesem Tag begleiten durften!

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Ein letztes Mal nach Hause zu meinen Tieren

Am 09. November konnten wir wieder einen wundervollen Herzenswunsch erfüllen. Frau Herm wollte gerne noch einmal nach Hause fahren, um Ihre Familie und Ihre Tiere zu sehen.

Unsere Wunscherfüller waren gegen 11:00 Uhr am Klinikum Kempten und Frau Herm erwartete uns schon sehr aufgeregt. Nach einer kurzen Fahrt ins umliegende Allgäu wurden wir vom Ehemann, der Tochter und der Enkelin zu Hause bereits sehnsüchtig erwartet. Nachdem wir alle gemeinsam Kaffee getrunken und Kuchen gegessen hatten, zogen wir Wunscherfüller uns für zwei Stunden zurück, damit die Familie die Zeit ganz ungestört miteinander verbringen konnte.

Frau Herm besuchte all ihre geliebten Tiere und genoss die Zeit, gemeinsam daheim im gewohnten Umfeld mit ihrer Familie. Nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten, fuhren wir Frau Herm wieder zurück nach Kempten. Die ganze Familie und insbesondere Frau Herm waren sehr dankbar, für diesen gemeinsamen Tag.

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Ein letztes Mal meinem Eishockey-Verein ESVK beim Trainieren zusehen

Von der Leitung der Sozialen Betreuung des Pflegeheims Wiltschka GmbH, Frau Manthey, wurde wieder ein ganz besonderer Herzenswunsch an uns herangetragen. Der 59-Jährige Reini, der an Multipler Sklerose erkrankt ist, wollte gerne noch einmal ein Eishockey-Training seines Lieblingsvereins ESV Kaufbeuren live mit ansehen. Nach einigen Gesprächen mit der Presseabteilung des ESVK fand die Fahrt am 8. Oktober statt. Unser 3- köpfiges Team hat Reini im Pflegeheim Wiltschka GmbH abgeholt. Hier wurden wir schon herzlich vom ganzen Team in Empfang genommen, was uns natürlich riesig freute.

Nach kurzer Fahrzeit haben wir den Parkplatz an der "Skihütte Oberbeuren" in Kaufbeuren erreicht, von dem Reini einen herrlichen Blick auf seine vertraute Stadt hatte. Anschließend fuhren wir noch am Fliegerhorst Kaufbeuren vorbei, wo Reini früher seiner Arbeit nachging.  Danach war es endlich soweit. Wir erreichten die Erdgas Schwaben Arena, wo der ESVK trainiert. Als wir die Halle betraten war das Training schon voll im Gange. Während der Trainingspause kam der Trainer des ESVK zu uns und hat Reini ein Trikot mit allen Unterschriften der Mannschaft überreicht. Um Reini eine Überraschung zu bereiten, stellte sich die ganze Mannschaft im Kreis auf und klopfte mit den Schlägern auf das Eis, was einen Glücksgruß symbolisiert. Reini war vollig überwältigt und freute sich riesig. Kurz vor Trainingsende haben wir das Stadion dann verlassen und fuhren Reini zurück ins Pflegeheim. Dort angekommen, wurden alle Eindrücke und Erlebnisse dem Pflegepersonal erzählt. Mit dem von uns erstellten Fotoalbum, konnten sich die Pflegekräfte ein Bild von Reinis heutigem Tag machen.

Anschließend verabschiedeten wir uns von Reini und den Mitarbeitern des Pflegeheimes. Wieder einmal ging eine wunderschöne Wunschfahrt zu Ende.

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Auf die Hochzeit der Tochter

Und wieder erreichte uns ein ganz besonderer Wunsch, der über das Team des SAPV Kaufbeuren-Ostallgäu an uns herangetragen wurde. Unser Fahrgast möchte unbedingt auf die Hochzeit der Tochter gehen. Wir holten unseren Fahrgast am 14. September zu Hause ab und waren sehr überrascht, dass die Dame trotz ihrer Erkrankung pünktlich zu Abholzeit abfahrbereit und sehr schck gekleidet in der Küche saß und uns bereits erwartete. Wir konnten noch das letzte Zurechtmachen der Haare durchführen und ihrem Mann konnte einer unserer Wunscherfüller beim Binden der Krawatte tatkräftig unterstützen. Jetzt ging die Fahrt los zur Trauuung in die wunderschöne Wallfahrtskapelle St. Albach in Aitrang.   Auf einem wunderschönen Hügel gelegen, mit Blick über das Tal und auf die Bergkette der Allgäuer Alpen, trafen wir pünktlich ein. Unser Gast wurde herzlichst von allen Gästen empfangen und begrüßt. Kurz darauf starteten bereits die Feierlichkeiten in der Kirche mit großer Messe für die Brautleute. Nach guten 95 Minuten begann der große Auszug aus der Kirche und es folgte ein schöner Sektempfang unter zwei großen Apfelbäumen und vor einer grünen Wiese bei wunderschönem Sonnenschein und sehr warmen Spätsommertemperaturen. Natürlich dufrten auch hier mehrere Gesangseinlagen nicht fehlen. Sehr bemerkenswert war, dass unser Gast immer mehr mit den Gästen ins Gespräch kam und das Strahlen in den Augen wollte gar nicht mehr aufhören. Es wurden natürlich sehr viele Fotos gemacht, damit dieses große Fest in Erinnerung bleiben kann. Der Höhepunkt der Einlagen war, als der Bräutigam selbst mit zwei Gesangskollegen ein Lied für seine Frau und die Gäste sang mit dem Titel „Ich zeige Dir den schönsten Platz der Erde“. Schließlich ging es im großen Autokorso weiter zur Gaststätte an den Elbsee. Nach Kaffee und Kuchen und einem Blick auf diesen wunderschönen See, verließen dann jedoch unseren Gast die Kräfte und wir traten die Heimreise an. Zu Hause angekommen, wurden alle Eindrücke und Erlebnisse der Nachbarin erzählt und mit dem von uns erstellten Bilderalbum der heutige Tag nochmals zum Leben erweckt.

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Jerome im Legoland

Von einem ganz besonderen Gast erreichte uns vor einiger Zeit ein Wunsch: „Ich möchte unbedingt nochmal ins Legoland®.“ Aufgrund der Erkrankung spinale Muskelatrophie Typ 1 (künstliche Beatmung und Ernährung) von Jerome (9 Jahre) benötigten wir umfangreichere Vorbereitungen, um auch diesen Wunsch zu realisieren. Und so ging es Mitte August los mit Jerome, seiner Mama, einem Freund der Familie, 3 ehrenamtlichen Helfern, unserem Wünschewagen und einem weiteren Fahrzeug für die Mitnahme des speziellen Rollstuhls sowie in Begleitung einer Journalistin und einem Fotografen der Augsburger Allgemeinen Zeitung. Bereits bei der Ankunft am Eingang zum Legoland® wurden der Wünschewagen und alle Begleiter von einer Vielzahl von anderen Besuchern des Parks wahrgenommen und bestaunt. Besonders als unter großem Hallo eine menschengroße Legoland® Figur und 2 Betreuer des Legolands® Jerome und alle seine Begleiter in Empfang nahmen. Bereits jetzt wurde eine Vielzahl von Fotos gemacht, um diesen herzlichen Empfang für immer festzuhalten. Dann ging die Rundtour durch das Legoland® los. Erste Station war das Miniland. Dort konnte Jerome bekannte Gebäude - natürlich aus Legosteinen - aus unterschiedlichen Städten sehen wie den Reichstag in Berlin, den Hamburger Hafen oder auch die Allianz Arena in München, das Schloss Neuschwanstein bei Füssen und nicht zuletzt verschiedene Stadtteile von Augsburg mit dem berühmten Rathaus. Und schon wieder ein Ereignis: Der Legolandexpress® fuhr in unmittelbarer Nähe an uns vorbei. Danach ging es weiter in die Lego® City und was für eine Überraschung wartete hier auf Jerome? Unter großem Jubel aller Begleiter bekam er eine große Schachtel überreicht! Eine große Ninjago® Figur aus Lego®. Er war total überwältigt und wollte unbedingt selber den Mitarbeitern DANKE sagen. Auf dem Weg kamen wir an einer Basketballstation vorbei. Die Mitarbeiter überlegten kurz, um uns dann jedem einen Freiwurf zu schenken. Leider hat keiner vom Begleitteam getroffen, jedoch umso größer die Überraschung, als uns die Mitarbeiter trotz unseres schlechten Ergebnisses einen riesigen Stoffhund überreichten. Weiter ging dieser ereignisreiche Tag mit dem Weg zum Legoland® Atlantis by SEALIFE® Auch wenn es sehr dunkel und laut war, konnte unser Gast mit großen Augen eine Wasserschildkröte und sogar Haie und Rochen in diesen herrlich angelegten Becken bestaunen. Anschließend war jedoch für alle dringend eine Pause notwendig. Mit Essen und Getränken kamen alle wieder zu Kräften, um den weiteren Rundgang noch zu absolvieren. Die Zeit war inzwischen so weit fortgeschritten, dass bereits die nächste große Überraschung auf unseren besonderen Gast wartete: Jerome ist der wohl größte Ninja Fan, den es gibt. In der Lego® Ninjago® World warteten deshalb bereits 3 echte Ninjago® Figuren auf Jerome. Meister Wu (Ausbilder und Mentor des Ninja Teams), der Ninja des Feuers Kai und der Ninja des Wassers Nya. Sie alle kamen, um Hallo zu Jerome zu sagen und mit ihm gemeinsam auf vielen Fotos dieses außerordentliche Treffen festzuhalten. Jede Minute wurde von ihm sichtlich genossen und wir alle hatten einen riesigen Spaß. Das Abnehmen der Sonnenbrille lehnte er jedoch ab, weil er seine Tränen des Glücks darunter verstecken wollte. Doch auch ein solcher Ausflug mit vielen Ereignissen und Abenteuern kostet einem kleinen Mann richtig Kraft und so war es keine Überraschung, als Jerome deutlich zum Ausdruck brachte, dass er jetzt wieder nach Hause möchte. Aber auf dem Weg Richtung Ausgang durfte dennoch nicht die Welt der Piraten mit einer großen Wasserrutsche ausgelassen werden. Genauso wie die Star Wars Welt mir den großen Lego® Figuren von Meister Yoda, Darth Vader und dem großen Rauschiff Falcon. Und dann war dann schon der Ausgang und es hieß Abschied nehmen von einem tollen und ereignisreichen Tag. Auf die Frage „Was hat Dir denn heute am besten gefallen?“ antwortete Jerome ohne zu zögern: „ALLES, aber besonders das Treffen mit Wu, Kai und Nya!“. Und wieder kam es zu einer Begegnung, die von uns diesmal nicht geplant war und auch bei uns immer wieder für große Freude bei dieser Aufgabe sorgt. Ein Mitarbeiter des Legolands® kam auf uns zu und schenkte Jerome seinen selbst angefertigte Legofigur mit dem Namen Basti drauf, welche bis dato Teil seines eigenen Namensschilds war. Nach der Weiterreise musste jedoch noch ein Besuch bei McDonalds sein, um diesen wunderschönen und auch emotionalen Tag einen schönen gemeinsamen Abschluss zu geben. Als wir die Hofeinfahrt erreichten bedankte sich bereits Jerome für das gute Nachhause-Bringen bei uns und „beauftragte“ den Freund der Familie als „besten Legobauer der Welt“ mit dem Zusammenbau des Lego® Geschenkes.

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Ein letztes Mal auf die Insel Mainau

Diesmal erreichte uns eine Anfrage vom Hospiz Allgäu in Kempten. Der große Wunsch des Gastes : „Noch einmal die Blumeninsel Mainau sehen“. Am Sonntag früh um 8:45 h ging es mit 2 ehrenamtlichen Begleitern bei strahlendem Wetter mit unserem Gast und ihrer Freundin los Richtung Bodensee. Der Gast war passend zum Ziel gekleidet. Die Hose und das Cappy waren bedruckt mit bunten Blumen. Die Fahrt verlief ohne große Behinderungen und bereits um 11 Uhr erreichten wir die Autofähre in Meersburg, um auf die andere Seite des Sees nach Konstanz zu gelangen. Bereits kurz hinter Lindau auf dem Weg nach Meersburg führte uns der Weg nahe entlang dem Bodensee und wir konnten alle immer wieder einen wunderbaren Blick auf diesen wunderschönen See einfangen. Nach der Überfahrt nach Konstanz und weiteren 3 km Fahrt erreichten wir den Eingang zur Blumeninsel Mainau. Mit einer Sondergenehmigung durften wir sogar direkt auf die Insel fahren, um unmittelbar den Rundgang zu beginnen. Unsere erste Station war sofort auf Wunsch unseres Gastes das Schmetterlingshaus. Nicht nur die herrlichen Blumen und Wasserfälle sondern eine Vielzahl von herrlichen und farbenprächtigen Schmetterlingen konnten wir bestaunen und aus nächster Nähe beobachten. Bei warmen Temperaturen viel der weitere Weg über die Insel nicht besonders schwer. Vorbei an einem Bergmammutbaum ging es weiter Richtung Würstchengrill. Bei Currywurst, Pommes und alkoholfreiem Bier haben wir uns für den weiteren Weg gestärkt. Der Rundgang führte uns weiter zum großartigen Schloss auf der Insel Mainau, über das Palmenhaus Richtung Hafen am anderen Ende der Insel. Jetzt hatten wir einen weiteren tollen Blick auf den Bodensee mit seinen vielen Segelbooten und sogar 2 großen Zeppelinen am Himmel. Mehr als die Hälfte des Rundweges waren damit geschafft. Es ist wirklich sehr beeindruckend, mit wieviel Liebe und Sorgfalt diese Blumenarrangements kreiert und gepflegt werden. Auch ein kleiner Einkauf mit neuem Cappy und T-Shirt durfte selbstverständlich nicht fehlen.  Am Ende erfolgte nochmals eine Stärkung bei einem Kaffee und Eis. Nach fast 5 Stunden traten wir erschöpft und erfüllt von den Eindrücken dieses Tages die Rückreise an. Auf der Rückfahrt wurde noch der Wunsch geäußert, bei einer bekannten Fastfoodkette nochmal einen richtigen Cheeseburger zu essen. Trotz der späten Ankunft um 20.45 Uhr hat unser Gast gleich dem Pflegepersonal in der Einrichtung viel von seinen Erlebnissen persönlich erzählt und stolz die erhaltenen Bilder gezeigt

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Ein letztes Mal auf die Freilichtbühne in Altusried