Rettungshundestaffel

Helfer auf vier Beinen

Die Rettungshunde des ASB sind bei der Suche nach Vermissten oder verunglückten Menschen unersetzlich. Aufgrund des gut ausgeprägten Geruchssinns der Rettungshunde kann ein großes Gebiet in relativ kurzer Zeit abgesucht werden.

Unsere Aufgabe

Die Vierbeiner der Rettungshundestaffel des ASB Allgäu bilden gemeinsam mit ihren Hundeführern ein prima Team. Tier und Mensch ergänzen sich perfekt. Doch eines haben die Vier- den Zweibeinern millionenfach voraus: den Geruchssinn. Während ein Mensch über etwa 1,5 Millionen Riechzellen verfügt, sind es beim Hund rund 240 Millionen.

Wenn irgendwo in der Region eine Person vermisst wird, wird häufig die Allgäuer ASB-Rettungshundestaffel alarmiert. Die Bereitschaft gilt an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr. Alle Hunde sind unter Anderem im sogenannten Mantrailing ausgebildet. Beim Maintrailing geht es darum, dass der Hund dem individuellen Geruch des vermissten Menschen folgt. Zuvor muss der Hund nur kurz an einem getragenen Kleidungsstück, einem Kamm oder einer Brille gerochen haben. Die dort befindlichen Hautschuppen beinhalten den individuellen Geruch des jeweiligen Menschen.

Im Jahr kommt die Staffel auf rund 45 Alarmierungen; meist geht es darum, demente, verunglückte oder suizidgefährdete Menschen wiederaufzufinden. Der ASB Allgäu bildet Hund und Hundeführer gemeinsam als Team aus.

Unsere Rettungshundestaffel ist auch jetzt in der "Corona-Zeit" mit einem entsprechenden Hygieneschutzkonzept voll einsatzfähig.

Mein Name ist Skalli

Mein Name ist Skalli,

ich bin ein junger Bordercollie und Auszubildender bei der Rettungshundestaffel des ASB-Allgäu. Mir macht es unheimlich Spaß, im Wald nach Versteckpersonen zu suchen, denn diese haben für mich immer ein Frisbee dabei, das ich fangen darf, wenn ich gefunden habe. Mein größter Wunsch ist es, ein Flächensuchhund zu werden.

Dazu muss ich eine gute Nase haben, fit sein und darf keine Angst vor fremden Menschen und Situationen haben. Gehorchen soll ich auch, denn ich muß zur Prüfung zeigen, dass ich neben meinem Hundeführer bei Fuß laufen, Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung mache, mich voraus schicken lasse und liegen bleibe, wenn Frauchen außer Sicht ist. Dann muß ich zeigen, wie ich eine gefundene Person anzeige und sooo lange bellen, bis mein Hundeführer bei mir ist.

In der Flächenprüfung soll ich zwei Personen in 20 Minuten in einem Gebiet von 30.000 Quadrat- metern finden können. Und das alle zwei Jahre! Meine Freundin Momo kann das schon super und wird bestimmt bald ihre Prüfung bestehen.

Maja, Kjella und Maggy haben das schon oft gemacht und dürfen mit auf Einsätze gehen.

Das geschieht meistens in der Nacht. Dann haben sie eine spezielle Kenndecke mit ASB-Logo, einem Glöckchen und einer kleinen Lampe an, damit man weiß, wo sie sind. Wir fahren dann ge- meinsam in einem großen Einsatzauto mit Blaulicht und Sirene in den Einsatz, wenn Menschenle- ben in Gefahr sind.

Maja darf sogar in Trümmereinsätze gehen, dazu muß man aber noch zusätzlich eine Prüfung ma- chen, damit man mit den Gefahren im Einsatz zurecht kommt.

Ich habe auch schon mal in die Ausbildung der Maitrailer reingeschnuppert als ich ganz klein war, aber da zeigte ich zuviel Interesse an Autos. Stadt ist eben nicht so mein Ding.

Dafür aber für Sweeney und Bruno, unsere Profis. Die haben ein ganz spezielles Geschirr an mit einer 10- 15 Meter langen Leine. Sie bekommen einen Gegenstand einer Person zum Riechen vor die Nase und schon ist der Geruch dieser Person registriert und es geht los mit der Suche in Häusern, Straßen mit Kreuzungen, viel Verkehr und vielen Menschen über mehrere Kilometer. Sie können auch noch nach Tagen den Geruch finden und ihren Hundeführern zeigen, wo es lang- geht.

Alle zusammen sind wir ein großes Team und stolz in der Rettungshundestaffel des ASB- Allgäu zu sein.

Euer Skalli

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ASB Rettungshundestaffel

Telefon : 08324 953000
Fax : 08324 95300-106

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