Helfer auf vier Beinen

Die Rettungshunde des ASB sind bei der Suche nach Vermissten oder verunglückten Menschen unersetzlich. Aufgrund des gut ausgeprägten Geruchssinns der Rettungshunde kann ein großes Gebiet in relativ kurzer Zeit abgesucht werden.

Bonnie, Alice, Sweeney, Balu, Josie und Finja – die sechs Vierbeiner der Rettungshundestaffel des ASB Allgäu bilden gemeinsam mit ihren Hundeführern ein prima Team. Tier und Mensch ergänzen sich perfekt. Doch eines haben die Vier- den Zweibeinern millionenfach voraus: den Geruchssinn. Während ein Mensch über etwa 1,5 Millionen Riechzellen verfügt, sind es beim Hund rund 240 Millionen.

Wenn irgendwo in der Region eine Person vermisst wird, wird häufig die Allgäuer ASB-Rettungshundestaffel alarmiert. Die Bereitschaft gilt an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr. Alle sechs Staffelhunde sind im sogenannten Mantrailing ausgebildet. „Beim Maintrailing geht es darum, dass der Hund dem individuellen Geruch des vermissten Menschen folgt", sagt Staffelleiterin Sylvia Berwanger. „Zuvor muss der Hund nur kurz an einem getragenen Kleidungsstück, einem Kamm oder einer Brille gerochen haben. Die dort befindlichen Hautschuppen beinhalten den individuellen Geruch des jeweiligen Menschen."

Im Jahr kommt die Staffel auf rund 25 Alarmierungen; meist geht es darum, demente, verunglückte oder suizidgefährdete Menschen wiederaufzufinden. Der ASB Allgäu bildet Hund und Hundeführer als Mantrailerteam aus.